Schulze Föcking (CDU): Kinderschutzkommission ist auf Dauer angelegt

Der CDU-Bezirksvorsitzende Karl-Josef Laumann sieht mit der Berufung von Christina Schulze-Föcking zur Sprecherin der CDU in der neuen Kinderschutzkommission das politische Gewicht des Münsterlandes auf Landesebene gestärkt. „Mit Christina Schulze Föcking hat eine erfahrene Politikerin und Mutter diese wichtige und sensible Aufgabe übernommen“, sagte Laumann. Die Steinfurter Landtagsabgeordnete will in der Kommission auch auf Erfahrungen aus dem Münsterland zurückgreifen. „Das Münsterland ist auch keine heile Welt mehr, wie die aktuelle Verurteilung eines schweren Missbrauchsfalls vor dem Landgericht zeigt aber wir haben hier viel Erfahrung mit der Stärkung familiärer Strukturen und mit sozialer Kontrolle im positiven Sinne“, sagte Schulze-Föcking. Gerade in den Dörfern und in kleineren Gemeinden achte man noch aufeinander und passe auf. In ganz NRW gebe es offiziell jährlich mehr als 2.500 Fälle von sexuellem Missbrauch von Kindern. Die Dunkelziffer ist um ein vielfaches höher. 

Schulze Föcking wies darauf hin, dass die Kinderschutzkommission durch einen Antrag von CDU, SPD, FDP und Grünen gemeinsam eingerichtet worden und ausdrücklich auf Dauer über die Legislaturperiode hinaus angelegt sei. „Die Kommission soll eventuelle Lücken im System schließen, dadurch mögliche Fälle verhindern und nicht erst reagieren“, so die CDU-Politikerin. Ihre Aufgabe sei es, alle Aspekte des Schutzes von Kindern vor Missbrauch und Gewalt aufzuarbeiten und Handlungsempfehlungen zu beschließen. „Das Land ist besonders gefordert, weil es für Schulen und Kitas, aber auch für die Polizei zuständig ist“, sagte Schulze Föcking. Den unter Innenminister Reul eingeleiteten Maßnahmen für eine striktere Aufklärung und Verfolgung von Straftaten müssten jetzt auch Maßnahmen zur Prävention und zum Opferschutz folgen.

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